Welche Energieeffizienzklasse sollte ein Wäschetrockner haben und was bedeutet dies?

Wäschetrockner sind ideale Geräte für Haushalte, in denen die Wäsche nicht an der Leine oder auf einem Wäscheständer getrocknet werden kann. In einer rotierenden Trommel werden die Textilien dabei durch warme Luft getrocknet bzw. ihnen die Feuchtigkeit entzogen. Dies kann durch Kondenstrockner, Ablufttrockner oder Wärmepumpentrockner geschehen. Die Bauart hängt in der Regel von den individuellen Gegebenheiten vor Ort und auch von den Ansprüchen an den Wäschetrockner ab.

2015-08-11 call to action button

Der Energieverbrauch ist wichtig

Genau wie bei vielen anderen elektrischen Geräten, so gibt es seit dem Mai 2013 auch für Trockner die Pflicht, sie gemäß ihrem Energieverbrauch in die entsprechende Energieeffizienzklasse einzuteilen. Diese Klassen geben den ermittelten Stromverbrauch in kWh (Kilowattstunden) pro Jahr an, sodass die Energieeffizienzklasse einen Überblick erlaubt, mit welchen Betriebskosten beim Trocknen der Wäsche zu rechnen ist. Für zahlreiche Menschen ist dies ein wesentliches Entscheidungskriterium beim Kauf der Trockner. Neben der Qualität des Gerätes selbst ergeben sich in der energetischen Effizienz auch Unterschiede durch die Bauart: Ablufttrockner verbrauchen generell mehr Strom als Kondensationstrockner oder Wärmepumpentrockner. Die letztgenannten Modelle basieren auf moderneren, effizienteren Trocknungsarten als die Ablufttrockner.

Die Energieeffizienzklassen

Genauso wie zum Beispiel bei Kühlschränken, werden Wäschetrockner in die Klassen A+++, A++, A+, A, B, C und D eingeteilt. A+++ ist die Klasse mit der höchsten energetischen Effizienz und dementsprechend niedrig in Stromverbrauch und Betriebskosten. Längst nicht alle Modelle erreichen diese Energieeffizienzklasse und es handelt sich dabei ausschließlich um Wärmepumpentrockner.
Hinzu kommt bei Kondenstrocknern die Kondensationswirkung, die ebenfalls zum Energielabel gehört. Hier gibt es die Klassen A bis G.
Bei den Energieeffizienzklassen stellt A mittlerweile den Durchschnitt dar. Die mit einem A+ versehenen Geräte verbrauchen im Vergleich dazu um die 20 % weniger Strom, die A++-Trockner 51 % und die A+++-Modelle 63 % weniger Energie.

Wie wird der Energieverbrauch ermittelt?

Um eine gleichmäßig aussagekräftige Zahl zu erhalten, wird eine normierte Menge an Wäsche bei 1000 Umdrehungen pro Minute getrocknet. Ein festgesetzter Feuchtigkeitsgehalt von 60 % wird auf null Prozent reduziert. Bei der Wäsche handelt es sich um Baumwolle, die teils in voller und teils in nicht voller Beladung getrocknet wird. Hinzu kommt der Energieverbrauch in kWh in ausgeschaltetem sowie im unausgeschalteten Zustand. Alle diese Werte beim Trocknen fließen in die Klasseneinteilung der Trockner ein.

Zusätzliche Klasse für Kondenstrockner

Beim Kondensationstrockner muss einem besonderen Umstand Rechnung getragen werden. Es ist technisch nicht möglich, die gesamte Feuchtigkeit, die durch das Kondensieren aus der Wäsche entfernt wird, im Auffangbehälter zu sammeln – ein kleiner Teil entweicht immer in die Raumluft. Die Unterschiede von Modell zu Modell können jedoch variieren und nehmen Einfluss auf die Kondensationseffizienzklasse der Wäschetrockner. Berechnet werden die Werte gemäß dem so genannten Kondensationseffizienzindex. Dieser setzt die Menge des im Behälter gesammelten Wassers zu der vorher in der Wäsche enthaltenen Menge in Beziehung. Je mehr Feuchtigkeit im Behälter ist, desto besser ist die Effizienzklasse. Auch hier werden Standardmengen bei Voll- und Teilbeladung gemessen.

Im Labor ermittelt

Für die erreichten Werte und die Einteilung in die jeweilige Energieeffizienzklasse gilt grundsätzlich: Alle Ergebnisse werden im Labor festgestellt. In der Realität können sich durchaus Abweichungen ergeben. Vor allem das individuelle Verhalten der Nutzer der Trockner beeinflusst den Energieverbrauch. Dennoch empfiehlt es sich natürlich, einen Trockner mit einem hohen Label zu wählen, denn der zumeist etwas höhere Anschaffungspreis macht sich durch einen geringeren Stromverbrauch relativ schnell bezahlt. Die Energiekosten nehmen tendenziell zu und nicht ab – so ist es immer ratsam, beim Kauf elektrischer Haushaltsgeräte auf die Energieeffizienzklasse zu achten. Für Wäschetrockner, die meist intensiv genutzt werden, gilt dies erst recht.